Nach einem Jahr des Freiwilligen Ordensjahres (FOJ) haben wir Maria verabschiedet. Während dieser Zeit lebte sie unseren klösterlichen Alltag mit: Sie betete mit uns, nahm an den gemeinsamen Mahlzeiten teil und teilte viele kleine und große Momente des Gemeinschaftslebens. Es war schön, sie in diesem Jahr bei uns zu haben und sie ein Stück ihres Lebensweges begleiten zu dürfen.
Studium und klösterlicher Alltag
Ein besonderer Schwerpunkt ihres Freiwilligen Ordensjahres war für sie die Fortsetzung ihres Studiums. Gleichzeitig lernte sie den Rhythmus unseres Ordenslebens kennen und verband die Anforderungen des Studiums mit den festen Zeiten des Gebets und des gemeinschaftlichen Lebens. Darüber hinaus unterstützte sie uns in verschiedenen Aufgaben des Alltags und brachte sich dort ein, wo Hilfe gebraucht wurde.
Musikalische Bereicherung
Mit ihren musikalischen Begabungen schenkte Maria unserer Liturgie eine besondere Bereicherung. Ob mit der Flöte oder am Klavier oder sogar an der Orgel, an die sich wagte – immer wieder gestaltete sie unsere Gottesdienste mit und trug dazu bei, dass das gemeinsame Gebet auch musikalisch Ausdruck fand.
Dank für die gemeinsame Zeit
Wir danken Maria für das vergangene Jahr, für ihre Offenheit, ihre Hilfsbereitschaft und ihr vielfältiges Sich-einbringen. Für ihren weiteren Weg – im Studium und darüber hinaus – wünschen wir ihr Gottes reichen Segen, Freude und Zuversicht.
Zum Abschluss ihres Freiwilligen Ordensjahres hat Maria ihre Erfahrungen und Eindrücke in einem persönlichen Bericht festgehalten. Wir laden Sie herzlich ein, diesen zu lesen und an ihren Erlebnissen teilzuhaben:
Wenn ich auf das letzte Jahr zurückblicke, kommen mir viele Gedanken, Erinnerungen und Begegnungen in den Sinn.
Ein Satz, der mir einmal während des Jahres gekommen ist, fasst das Jahr für mich gut zusammen: „Das, was in diesem Kloster geschieht, ist sehr gut (Gen 1) und ich bin dankbar, dass ich mich in diesem Jahr von diesem Ort prägen lassen darf.“
Ja, es „geschieht“ tatsächlich sehr viel in diesem Kloster: Neben der Arbeit der Schwestern in Küche, Wohngemeinschaften für Kinder, Krankenhaus, etc., bietet das Kloster auch zahlreiche Angebote wie Exerzitien, Ikonenmalkurs oder die Aufnahme von Gästen an. Das allein wäre ja schon gut, doch die Tatsache, dass die Arbeit des Klosters ständig von Gebet begleitet, getragen und auf Gott ausgerichtet wird, macht diese Arbeit für mich eben sehr gut 🙂
Für die Möglichkeit, dieses Leben zu erleben, zu erfahren und darin einzutauchen, bin ich wirklich sehr dankbar! Das geistige Umfeld, der Tagesrhythmus und das tägliche Gebet waren ein Stück Lebensschule für mich. Auch der Umgang und das Zusammenleben mit den verschiedenen Generationen – in diesem Kloster ist ja wirklich jedes „Jahrzehnt“ vertreten 🙂 – war eine neue und bereichernde Erfahrung für mich.
Es hat mich schon immer fasziniert, wie ein Leben im Kloster wohl aussehen würde. Im Angebot des Freiwilligen Ordensjahres habe ich nun einen guten Rahmen gefunden, neben meinem Studium ein Stück hinter Klostermauern schauen zu können. So bin ich neben dem Leben im Kloster weiterhin „Vollzeit“ meinem Studium nachgegangen. Dass das möglich ist und wie das Freiwillige Ordensjahr allgemein funktioniert, führe ich hier jetzt nicht näher aus und verweise für alle Interessierten auf die Homepage des FOJ, wo alles detailliert beschrieben wird: https://www.ordensgemeinschaften.at/portal/mitmachen/ordensjahr [zuletzt abgerufen am 28.07.2026].
Und so bleibt mir nur, abschließend einen großen Dank an die Schwestern auszusprechen: Für ihre Offenheit, mich für ein Jahr aufzunehmen. Für ihr Vorbild und Beispiel im Glauben. Und auch für alle schönen Momente, Begegnungen, Erinnerungen, die mich sicher noch lange begleiten werden!





