
Das Thema WARTEN begleitet uns unser ganzes Leben. Kinder warten auf Überraschungen, auf die Eltern, dann auf das Erwachsensein. Viele Erwachsene warten auch auf etwas in ihrem Leben: auf ein Wunschkind, auf eine bessere Arbeit, eine Chance im Leben, einen Menschen, der sie liebt …. Ja, wir sind Wartende, weil wir Menschen der Sehnsucht sind. Wir sehnen uns nach dem Guten, nach dem Besseren, nach dem Paradies und letztendlich nach Gott. Die Zeit des Advents erinnert uns besonders daran, dass wir auf ihn, unseren Schöpfer warten und Sehnsucht nach ihm haben. Es ist die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies, nach der Gemeinschaft mit Gott.
Das fruchtbare, erfüllte Warten braucht unsere Zeit und unsere Aufmerksamkeit. Es funktioniert nicht so zwischendurch im Trubel der vielen Beschäftigungen. Wir müssen leiser werden, etwas langsamer und aufmerksamer, um das Warten auf uns wirken zu lassen. Es will verkostet werden, verspürt, mit allen Sinnen ertastet. Das Warten machen wir sichtbar indem wir die vier Kerzen am Adventkranz Woche für Woche anzünden. Eine, zwei …, da befinden wir uns heute, es brennen schon zwei Kerzen. Es ist die Hälfte der Adventszeit. Habe ich es bewusst erlebt, dieses Warten bis jetzt, d
„Wer in einem unbedingtem Sinne wartet, ist nicht weit entfernt von dem, worauf er wartet“ (Paul Tillich). Das Warten schafft Vorfreude und Beziehung. Es ist ein Vorgeschmack seines Kommens und unseres Ankommens bei ihm, wenn die Zeit erfüllt ist! Warten wir bewusst!
von Priorin Sr. Magdalena