Vom 13. bis 21. September durften wir erneut einen Ikonenkurs in unserem Kloster ausrichten. Sechs Teilnehmerinnen hatten in dieser Zeit die Möglichkeit, in die Kunst des Ikonenschreibens einzutauchen oder ihre Kenntnisse zu vertiefen – eine Woche, geprägt von Stille, Gebet, künstlerischem Schaffen und geistlicher Erfahrung.
Unter der erfahrenen Leitung von Sr. Rafaela Kolodziejak und Hanns Sauter erhielten die Teilnehmerinnen Schritt für Schritt Einblicke in die Symbolik, Technik und Theologie der Ikone. Mit großer Geduld und viel Feingefühl führten die beiden in die theoretischen Grundlagen sowie in die einzelnen Arbeitsschritte ein.
Doch der Kurs war weit mehr als ein handwerkliches Lernen. Immer wieder wurde deutlich: Ikonenschreiben ist ein geistlicher Weg. Jede Linie, jede Farbnuance ist von Gebet getragen. So entstand ein Raum, in dem die Arbeit am Bild zugleich zur Arbeit am eigenen Herzen wurde.
Neben den intensiven Stunden in der Werkstatt war auch die Gemeinschaft ein tragender Bestandteil der Woche. Gemeinsame Mahlzeiten und Gespräche stärkten das Miteinander, und die Möglichkeit zur Teilnahme am Stundengebet der Schwestern eröffnete den Teilnehmerinnen eine weitere Dimension der spirituellen Vertiefung. Für viele war es eine kostbare Erfahrung, wie Kunst und Spiritualität, Stille und Austausch sich gegenseitig bereichern.
Am letzten Tag wurden die entstandenen Ikonen im Rahmen der sonntäglichen Eucharistiefeier von Subregens Markus Muth feierlich gesegnet. Dieser Moment machte spürbar, dass Ikonen nicht bloß Kunstwerke sind, sondern Glaubenszeichen – Träger von Gebet und Segen, die weiterwirken.
Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf diese Woche zurück: auf die inspirierende Leitung durch Sr. Rafaela und Hanns Sauter, auf die Hingabe der Teilnehmerinnen und auf die geistliche Tiefe, die der Kurs geschenkt hat. Schon jetzt freuen wir uns auf den nächsten Ikonenkurs in unserem Kloster.

















