Unser Gründer

Abbé Alois Faller, Gründer der Kongregation der Benediktinerinnen der Anbetung

Abbé Alois Faller

Alois Faller wurde am 8. Mai 1816 in Barr (Unterelsaß) geboren. Nach dem Besuch der Schule in Barr kam er zur weiteren Ausbildung in das Jesuitenkolleg in Fribourg (Schweiz). Anschließend trat er im Herbst 1840 in das Jesuitennoviziat St. Acheul bei Amiens (Frankreich) ein. Seine schwache Gesundheit erlaubte es ihm jedoch nicht, dort zu bleiben. Er setzte seine theologischen Studien im Priesterseminar in Straßburg fort. Dort wurde er am 17. Oktober 1842 zum Priester geweiht.

Der lebhafte Wunsch nach einem Leben in einer klösterlichen Gemeinschaft drängte ihn im Jahre 1843, im Trappistenkloster Ölenberg um Aufnahme zu bitten; doch auch hier hielt seine Gesundheit den Anforderungen nicht stand.

In den folgenden Jahren wirkte Alois Faller als Seelsorger in verschiedenen Pfarreien, ab 1848 in der Pfarre St. Cosme-Bellemagny. Hier konnte er seinen langgehegten Wunsch, ein Kloster zur Verehrung des Allerheiligsten Altarsakramentes zu gründen, in die Tat umsetzen. Zwar scheiterte sein erster Versuch – die Gründung eines Männerklosters – aus finanziellen Gründen. Es gelang ihm aber dann, ein Sühne- und Anbetungskloster für Frauen zu gründen. Das Leben dieser Gemeinschaft sollte geprägt sein von der Verherrlichung Gottes durch Gebet und caritative Tätigkeiten, nach dem Motto des hl. Benedikt “Ora et Labora” – “Bete und arbeite”.

Am 23. November 1894 gab Pfarrer Faller in St. Cosme sein Leben in Gottes Hand zurück. Zwei Tage vor seinem Heimgang feierte er noch in der Klosterkapelle in Bellemagny die hl. Eucharistie. Betend vor dem Tabernakel sprach er die Worte:

“Lieber Heiland, ich habe mein Werk vollendet, tue du das deinige und gib deinen Segen, damit dieses Werk sich immer mehr ausbreite.”

Alois Faller

Abbé Alois Faller übergibt der ersten Oberin die Konstitutionen

Schon zu Lebzeiten des Gründers entstanden mehrere Niederlassungen in Frankreich, ebenso wurden Missionsstationen in Louisiana, USA, übernommen. Zu Beginn des 20. Jh. breitete sich die Kongregation auch nach Österreich und Bayern aus.

Im Jahre 1903 holte der österreichische Landesinspektor Göringe Schwestern von Bellemagny, um ihnen die Pflege von Kindern in der Landesfindelanstalt in Wien anzuvertrauen. Von 1910 bis 1939 wirkten die Schwestern im neuerbauten Zentralkinderheim in Wien. Im Jahre 1930 erfolgte der Kauf des Hauses in der Liebhartstalstraße. 1923 wurde die Wiener Niederlassung zur Provinz erhoben. Heute betreuen die Schwestern körperlich und geistig Behinderte Kinder in ordenseigenen Heimen. Dem benediktinischen Wahlspruch “ora et labora” entsprechend verbinden die Schwestern eucharistische Anbetung mit caritativen Tätigkeiten.

Grab von Abbé Alois Faller

Grab von Abbé Alois Faller am Klosterfriedhof in Bellemagny

In Neustift (Deutschland) entstand 1925 eine dritte Provinz – die bayrische Provinz. Nach der Ausweisung au Frankreich im Ersten Weltkrieg kamen die deutschen Schwestern auf der Suche nach einem Ort, wo sie wieder eine gemeinsame Aufgabe finden und ein klösterliches Leben führen können, nach Schweiklberg. H. H. Abt Cölestin Maier war froh, die Schwestern in seinem Exerzitienhaus einsetzen zu können. Von Schweiklberg aus wurde unter großen Anstrengungen und Entbehrungen ein Kloster in Neustift gegründet. Es entfaltete sich rasch, Filialen konnten übernommen werden und schon 1925 genehmigte Bischof Sigismund Felix von Ow-Felldorf die Errichtung einer eigenen Provinz.

Die Schwestern führen gemeinsam ein Leben nach dem Evangelium und der Regel des hl. Benedikt durch tägliche Eucharistiefeier, Chorgebet, Anbetung der heiligsten Eucharistie und durch ihr Dienen an den Mitmenschen in Schule, Kindergarten und Altenheim.

Mehr Infos in unserer Festschrift. 

Noviziatstreffen in Bellemagny

Im Herbst 2008 trafen sich die Noviziate der französischen, deutschen und österreichischen Provinz und machten sich auf die Suche nach den Quellen ihrer Gründung ...